Privat wird Park II: Recherche

Was kostet eigentlich öffentlicher Raum? Diese Frage wollten wir am Beispiel Tempelhofer Feld beantworten und visuell ansprechend darstellen. Das war schwerer als gedacht. Das Making Off.

Von Lena Kampf und Claudia Maier

“Was Sie da von mir wissen wollen, kann ich nicht mal so eben am Telefon erklären – dafür studieren andere jahrelang Verwaltungswisseschaften!”, sagt Frau Renker und lacht. Mehrmals nahm sie sich die Zeit um uns die Haushaltsstrukturen beim Senat für Stadtentwicklung aufzudröseln. Sie ist dort als Landschaftsarchitektin für die Entwicklung des Tempelhofer Felds zuständig.

Ein Anruf reicht nicht

Nicht alle haben so geduldig Auskunft gegeben: Häufig sind wir bei unserer Recherche an Grenzen gestoßen – Grenzen der Auskunfsbereitschaft, der Zuständigkeit und Grenzen der uns zur Verfügung stehenden, lizenzfreien Technik. Zeitungsartikel, Kleine Anfragen an den Berliner Senat und Planungsdokumente, die wir online finden konnten, waren unsere ersten Quellen. So entstand der erste Überblick: wer, was, wie ist an der Umwandlung des Flughafens beteiligt.

Wer ist zuständig?

Schwierigkeiten bereitete unter anderem die wechselnde Zuständigkeiten. Außerdem ist Vieles noch unklar: Wie viel wird bebaut? Wie wird sich die Vermietung der Gebäude entwickeln? Was kostet die Umwandlung zum Park am Ende wirklich? Die Zahlen, mit denen wir arbeiten können also immer nur Näherungswerte sein.

Die Zahlen haben wir in einer Excel-Tabelle organisiert:

Die erste Visualisierung

Eine TreeMap bot sich an weil sie eine Darstellung der einzelnen Posten auf einen Blick ermöglichte und außerdem mit GoogleDocs möglich war. Das Ergebnis war enttäuschend: Die Darstellung erschien uns unzureichend, da vor allem die kleineren Posten kaum mehr erkennbar sind. Das Ziel, mit Hilfe der Visualisierung auf einem Blick einen Eindruck der Kosten zu bekommen haben wir mit Hilfe dieses Tools nicht erreicht. Abbilden möchten wir es hier trotzdem:


 

 
Was ist wichtig?

Dann haben wir es noch mal analog probiert: Auf eine Flipchart haben wir besonders aussagekräftige Daten angeordnet. Zusätzlich haben wir Vergleichsgrößen gesucht: Was kosten eigentlich andere Parks? Was bedeuten die Kosten auf die Zahl der Besucher umgerechnet? Dabei ist eine neue Visualisierung entstanden.